Welche Funktion hat der KNX Gateway KNX/IP-Router?
Bei der Skalierung von KNX-Projekten stoßen Ingenieure häufig auf Probleme wie starke Latenz bei der Buskommunikation, fehlgeschlagenen Remote-Debugging-Zugriff und verzögerte Verbindungen über mehrere Zonen hinweg. Die Ursache liegt meist darin, dass man sich ausschließlich auf USB-Schnittstellen verlässt, ohne einen KNX/IP-Router einzusetzen. Obwohl dieses Modul unauffällig aussieht, löst es die vier problematischsten Probleme bei Großprojekten.
Ein einzelnes Segment eines KNX-Twisted-Pair-Kabels hat eine maximale Länge von 700 Metern; Ab diesem Bereich sind Linienkoppler Pflicht. Allerdings beträgt die Entfernung zwischen einzelnen Gebäuden auf einem Campus oft Hunderte von Metern, sodass eine Twisted-Pair-Verkabelung unpraktisch ist. Der IP-Router kapselt KNX-Telegramme in IP-Datenpakete zur Übertragung über Ethernet und eliminiert so Entfernungsbeschränkungen vollständig. Ein einziges Netzwerkkabel reicht aus, um zwei Gebäude zu verbinden.
Bei großen Projekten gibt es riesige Mengen an Geräten, die nicht auf einer einzigen TP-Leitung untergebracht werden können und mehrere geteilte Segmente erfordern. Als leistungsstarker Leitungskoppler bündelt der IP-Router alle TP-Leitungen für eine einheitliche Planung auf dem IP-Backbone. Telegramme werden über das IP-Backbone weitaus schneller übertragen als über den TP-Bus, wodurch die segmentübergreifende Verbindungslatenz von Sekunden auf Millisekunden reduziert wird.
USB-Schnittstellen erfordern ein physisches Plug-in neben der Bus-Stromversorgung, was die Ingenieure dazu zwingt, vor Ort zu arbeiten. Nachdem sich der IP-Router mit dem lokalen Netzwerk verbunden hat, können Techniker über die ETS-Software vom Büro aus auf den KNX-Bus zugreifen, Parameter anpassen, Projektprogramme herunterladen und Gruppenobjekte überwachen, ohne dass Dienstreisen erforderlich sind. Für Wartungsteams gleicht diese einzelne Funktion allein die Kosten des Moduls aus.
Der IP-Router unterstützt Telegrammfilterung und benutzerdefinierte Routing-Richtlinien. Es leitet nur Gruppenadresstelegramme, die segmentübergreifend übertragen werden müssen, an den IP-Backbone weiter, während lokale Steuertelegramme innerhalb der ursprünglichen TP-Leitung verarbeitet bleiben. Die Buslast wird erheblich gesenkt, um die allgemeine Kommunikationsstabilität zu erhöhen, mit hervorragender Leistung in Hochfrequenz-Steuerungsszenarien.
Auf dem Markt sind zwei Mainstream-Produkte erhältlich: KNX/IP-Schnittstelle und KNX/IP-Router, mit unterschiedlichen Funktionen, also vermeiden Sie Fehlkäufe.
- KNX/IP-Schnittstelle: Ermöglicht nur die Debugging-Verbindung, kann nicht als Linienkoppler fungieren.
- KNX/IP-Router: Integriert gleichzeitig Remote-Debugging, Leitungskopplung und Backbone-Übertragung, was für alle Großprojekte obligatorisch ist.
- 5WG1146-1AB01 (N146/01 Basis-IP-Router)
- 5WG1146-1AB02 (N146/02 PoE-betriebenes Modell)
- 5WG1146-1AB03 (N146/03 KNX Secure Encrypted Version)
- OCT200.KNR KNX IoT IP-Router-Gateway in Industriequalität
- Desigo N146/04 Regionalkupplung für große Gebäude
- MTN6500-0103 Standard-DIN-Schienen-IP-Router sicher
- MTN6500-0100 Basis-IP-Router (ohne Verschlüsselung)
- MTN6500-0105 Mehrkanal-Tunnel-Commercial-Gateway
- MTN683095 All-in-One-IP-Router mit BACnet-Integration
- REG-K/IPR Kostengünstiges PoE-betriebenes KNX-Gateway
- IPR/S 3.1.1 (2CDG110175R0011 General Standard Router)
- IPR/S 3.5.1 (2CDG110176R0011 KNX Secure Security Model)
- IPR/S 2.1.1 Kostengünstiger DIN-Schienen-IP-Router der älteren Generation
- IPR/S 4.1.1 Großes Koppler-Gateway für Campus-Projekte mit mehreren Zonen
- IPR/S POE Integriertes PoE-betriebenes IP-Router-Modul